Naturschutz braucht LIFE –jetzt mehr denn je!

Derzeit werden auf europäischer Ebene entscheidende Weichen für die Zukunft der Umwelt- und Naturschutzfinanzierung gestellt. Im Zuge der Verhandlungen zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (2028–2034) der Europäischen Union besteht die reale Gefahr, dass das LIFE-Programm seinen Status als eigenständiges Förderinstrument verliert.

Zoppo und Zaz: Ein Verlust, der Bewusstsein schafft

Die Geschichte von Zoppo und Zaz wirkt weiter nach und verwandelt einen tragischen Verlust in Momente des Erinnerns und der Sensibilisierung. Die beiden Waldrappe wurden im vergangenen Jahr während ihrer Herbstmigration in Norditalien, in der Provinz Sondrio, illegal erschossen – weniger als eine Stunde nach der Alpenüberquerung.

Auswilderung in Empordà: Entstehung einer Waldrappe-Kolonie in Katalonien

Da die menschengeführte Migration 2025 nicht planmäßig verlief, wurden Anfang Oktober alle 29 Jungvögel in Empordà in Katalonien in die Obhut unserer Partnerorganisation ALIVE Foundation übergeben. Dort wurden sie den Winter über in einer großen Eingewöhnungsvoliere gemeinsam mit 19 im Zoobotánico Jerez handaufgezogenen Jungvögeln gehalten und auf ihre Freilassung vorbereitet.

Spanisches Gericht setzt starkes Zeichen gegen die Wilderei an Waldrappen

Ein spanisches Gericht hat in einer richtungsweisenden Entscheidung eine Haftstrafe wegen der illegalen Tötung von vier Waldrappen bestätigt. Damit wird unmissverständlich klargestellt: Die Wilderei an dieser vom Aussterben bedrohten Art ist eine schwere Straftat mit konkreten rechtlichen Konsequenzen.

Innerhalb einer Stunde nach Ankunft: Zwei Waldrappe in Italien erschossen

Am 16. Oktober wurden zwei unserer Projektvögel, Zoppo und Zaz, während des Herbstzuges in der Provinz Sondrio in Norditalien illegal abgeschossen – weniger als eine Stunde nach ihrer erfolgreichen Alpenüberquerung. Dank ihrer GPS-Sender wurde der Vorfall sofort erkannt und die Behörden unverzüglich informiert, sodass umgehend Maßnahmen eingeleitet werden konnten.

Forschung für das Tierwohl

Die Verwendung von GPS-Sendern ist seit vielen Jahren ein unverzichtbares Instrument in Forschung und Artenschutz. Auch die Waldrapp-Population, die seit einem Jahrzehnt fast vollständig besendert ist, liefert dadurch wertvolle Daten für den Schutz dieser bedrohten Art.