Die überlebenden vier Vögel der Generation 2004 sind nun geschlechtsreif, ein Weibchen und drei Männchen. Wir hoffen, dass diese Vögel trotz ihrer geringen Zahl ab Ende März die Rückmigration zum Flugplatz Scharnstein beginnen und wir bereiten uns darauf vor.
Aurelia, das einzige Weibchen der Gruppe, ist mit einem solarbetriebenen Satellitensender ausgestattet. Der 14 Gramm schwere Sender überträgt in Intervallen von 1,5 Tagen die Position des Vogels. Die drei männlichen Vögel sind mit GPS Geräte ausgestattet. Die Position, Flughöhe und Fluggeschwindigkeit dieser Vögel wird in Intervallen von 1. Minute in einen Speicher geschrieben. Wir müssen bei diesen Vögeln aber in Abständen von 10-15 Tagen die Batterien aufladen und die Daten auf einen Computer speichern.
Am Flugplatz Scharnstein wurde eine Voliere aufgestellt, in der sich vier Jungvögel sowie ein Brutpaar aus der Kolonie des Tierparks Rosegg in Kärnten befindet. Wir hoffen, dass dieses Brutpaar in Scharnstein zu brüten beginnt. Zweck dieser Gruppe ist, zurückkehrenden Waldrappen einen entsprechenden sozialen Rahmen zu bieten und sie zum Brüten zu motivieren.
Wir bedanken uns bei Prinz Emanuel v.u.z. Liechtenstein, dem Leiter des Tierparks Rosegg, für die leihweise Übergabe dieses Brutpaares.
Die Betreuung der Vögel vor Ort am Flugplatz Scharnstein wird von Isabel Meran und weiteren Mitarbeitern des Konrad-Lorenz Forschungsstelle Grünau übernommen, unter Mithilfe von Elfriede Pühringer aus Scharnstein.

Männlicher Vogel Hektor mit einem GPS Gerät am Rücken. Laguna di Orbetello, Toskana, März 2007
Foto: Lubomir Peske.
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